Wie läuft eine Behandlung mittels Schröpfen ab?

Beim Schröpfen werden Schröpfköpfe aus Glas oder Silikon mittels eines Vakuums auf die Haut aufgesetzt. Das Vakuum kann erzeugt werden durch einen am Glas angebrachten Gummiball oder durch rasches Erhitzen der Luft im Inneren des Glases indem in Alkohol getränkte Watte verbrannt wird. Der Unterdruck bewirkt, daß sich der Schröpfkopf an der Haut ansaugt. In China ist diese Behandlung ein wichtiger Teil der Therapie.

Welche Formen der Behandlung gibt es?

Blutiges Schröpfen

Bei dieser Methode wird die Haut im zu schröpfenden Hautareal zunächst leicht angeritzt und anschließend der Schröpfkopf darauf gesetzt. Dadurch wird das Bluten verstärkt wodurch eine Entschlackung bewirkt werden soll.

Trockenes Schröpfen

Beim trockenen Schröpfen wird der Schröpfkopf auf die intakte Haut gesetzt. Durch den Unterdruck kommt es zu einer verbesserten Durchblutung und zu einer lokalen Stoffwechselsteigerung. Am geschröpften Areal entsteht meist eine rot-bläuliche Verfärbung (Hämatom) der Haut.

Schröpfkopfmassage

Bei der Schröpfkopfmassage wird der Schröpfkopf auf eingeölter Haut am Rücken aufgesetzt und anschließend auf dem zu behandelnden Hautareal verschoben. Sie kann den Stoffwechsel fördern und starke Verspannungen lösen.

Die Geschichte dieser Behandlungsmethode

Schröpfen ist ein sehr altes Therapieverfahren, das in der ganzen Welt bekannt ist. Schon bei den alten Griechen und Ägyptern wurden graphische Darstellungen vom Schröpfen angefertigt. Die Therapie mittels Schröpfen wird auch im Ayurveda und von Hildegard von Bingen beschrieben.

Wie sind Wirkweise und Anwendungsbereiche?

Beim Schröpfen kommt es zu einer verbesserten Durchblutung des Hautareals und zu einer Förderung des Stoffwechsels. Es führt zu einer Auflösung von Blockaden sowohl im Gewebe als auch in den Meridianen und hilft den Fluß des Qi wieder in Harmonie zu bringen.

Schröpfen wirkt auch über eine Aktivierung von Reflexzonen am Rücken, die sogenannten Headschen Zonen und kann dadurch Einfluß auf die inneren Organe nehmen. Schröpfen begünstig die Ausleitung von Schadstoffen über die Haut wodurch es wiederum zu einer Schmerzreduktion kommt. Es wird häufig bei Schmerzen im Rücken oder im Nackenbereich angewendet.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

  • Es kann zur Bildung von Blutergüssen kommen, die sich nach einigen Tagen wieder zurückbilden.
  • Bei kreislauflabilen Patienten kann ein kurzfristiger Blutdruckabfall auftreten.
  • Im geschröpften Areal kann über mehrere Tage nach der Behandlung ein Wärmegefühl anhalten.

Für welche Krankheiten / Symptome wird Schröpfen als Behandlungsmethode eingesetzt?

  • Migräne
  • Kopfschmerzen
  • Verspannungen
  • Rückenschmerzen
  • Bandscheibenbeschwerden
  • Ischialgie/Hexenschuss
  • rheumatische Erkrankungen
  • Weichteil-Rheumatismus
  • Kniebeschwerden
  • Karpaltunnelsyndrom
  • Bluthochdruck
  • Lungenerkrankungen
  • Bronchitis
  • Asthma bronchiale
  • Bronchialkatharr
  • Kopfschmerzen
  • Nierenschwäche
  • Wetterfühligkeit
  • Hypotonie
  • Müdigkeit
  • Depressionen
  • Schwächezuständen
  • Verdauungsbeschwerden
  • Herzerkrankungen
  • Kreislauferkrankungen
  • Halsschmerzen
  • Fieber
  • Erkältungskrankheiten
  • Grippalen Infekten
  • Entzündung der Harnwege
  • Zyklusstörungen
  • Antriebslosigkeit
  • Müdigkeit
  • Lebererkrankungen
  • Gallenerkrankungen
  • Nierenleiden
  • Nervenentzündungen

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Kontakt - Dr. Birgit Lang

Ärztin für Allgemeinmedizin | Traditionelle Chinesische Medizin

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